Die Stachelannone - saure Frucht (nicht nur) gegen Brustkrebs

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Die Blätter der Graviola fungieren als Basis für einen Heiltee, dem diverse Wirkungen auch gegen Krebs zugesprochen werden.

Eine Stachelannone (Graviola) ist rein äußerlich einer grünen Kastanie in Schale ähnlich, allerdings ist sie erheblich größer. In Deutschland heißt sie ebenfalls „Sauersack“ oder Graviola. In weiteren Sprachen wird die Pflanze mit den Begriffen Soursup, Guanábana, Corossol oder Guyabano bezeichnet. Sie ist der Gattung der magnolienartigen Pflanzen zuzuschreiben und gehört zur Familie der Annonengewächse. Annonengewächse tragen ebenso die Namen Flaschenbaum- oder Rahmapfelgewächse. Ihr botanischer Name ist Annona muricata.

Die Stachelanone -  ein Annonengewächs

Alle Sorten Annonengewächse sind verholzende Pflanzen. In der Regel riechen Rinde, Laubblätter und Blüten aromatisch. Einige Arten liefern Früchte, so auch die Stachelannone. Der Graviola-Baum erreicht eine Wuchshöhe von acht bis zehn Metern. Der Baum ist immergrün, die Baumkrone ist nur geringfügig verzweigt. Wird die Pflanze kultiviert, erreicht sie allerdings nicht diese stattliche Höhe. In Kultur weist sie einen gedrungenen Habitus auf. An den Ästen sitzen wechselständige Laubblätter, die Belaubung ist dicht. Die Blätter erinnern im Erscheinungsbild stark an Lorbeerblätter. Sie sind glänzend, länglich-lanzettlich und ganzrandig. Die Stachelannone blüht gelbgrün, die Blüten sitzen an einem kurzen Stiel direkt am Stamm. Ihr Duft empfinden viele Menschen als unangenehm. Manche vergleichen ihn mit dem Geruch von Aas. Dieses Aroma erfüllt jedoch seinen Zweck, denn es lockt Fliegen zur Bestäubung an.

Die Frucht der Stachelannone

Das Obst einer Stachelannone (Graviola) gilt aus botanischer Sicht als große Beere. Sie kann leicht über 20 Zentimeter lang werden und ein Gewicht von maximal ein bis vier Kilogramm erreichen. Die Hülle der Frucht ist mit weichen Stacheln umgeben. Hierbei handelt es sich um die Reste des weiblichen Geschlechtsapparates der Stachelannone. Die biegsamen Stacheln haben keinen Effekt auf sogenannte Fraßfeinde der Pflanze. In reifem Zustand ist der Fruchtkörper außerordentlich druckempfindlich. Das innere Fruchtfleisch der Stachelannone ist weiß, weich und saftig. In ihm finden sich große, schwarze Samen, die toxisch sind. Diese werden vor dem Verzehr des Fruchtfleisches entfernt.

Vielversprechend in der Krebstherapie

Seit geraumer Zeit steht die Stachelannone vermehrt im Fokus wissenschaftlicher Studien. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Auswirkung der Stachelannone auf Krebszellen gelegt. Die Blätter der Stachelannone enthalten Acetogenin, die wesentliche effektiver ist, als Adriamizin, eine künstlich hergestellte toxische Substanz, die in der Chemotherapie verwendet wird. Die Stachelannone hat also vielversprechende Auswirkungen, was den Kampf gegen Krebsleiden angeht - sowohl vorbeugend, als heilend. Laboruntersuchungen haben ergeben, dass Extrakte der Stachelannone Brustkrebszellen getötet haben. Allerdings fehlen bis jetzt Studien am Menschen.

Herkunft und Anbau der Stachelannone

Ihren Ursprung hat die Stachelannone (Graviola) in Mittel- und Südamerika sowie auf den West-Indischen-Inseln. Die Pflanze bevorzugt Tieflandwälder mit dürrem, halbtrockenem Klima. Ihr Standort ist vorzugsweise der Halbschatten auf frischen Böden. Ideal ist ein pH-Wert von 5 bis 7. Auch wenn die Stachelannone Minustemperaturen von bis zu 7 °C unter Null aushält, so braucht sie doch zur erfolgreichen Kultivierung einen frostfreien Standort. Intolerant ist sie gegen sauerstoffarme Böden und sie verträgt nur bedingt salzhaltige oder trockene und kalkhaltige Böden. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder als Stecklingskultur, wobei die pflegeleichte Stachelannone in erster Linie in Brasilien angebaut wird. Auch Hawaii ist ein Produktionsstandort der Stachelannone. Von hier aus wird die Frucht zum nordamerikanischen Kontinent exportiert.

Stachelannone und die Ernte

Die Ernte findet zwischen Januar und März statt, und zwar ganz kurz bevor die Früchte reif sind. Grund ist, dass die reifen Früchte aufgrund ihres Gewichts von 1 bis 4 kg beim Herabfallen zerplatzen und unbrauchbar werden: sie verderben sehr schnell. Ausnahmsweise ernten die Bauern Früchte, die ein Gewicht von 10 kg erreichen. Diese erzielen besonders hohe Preise. Da unreife Früchte aus Sicht der Bauern keinen Wert besitzen, muss die Ernte sehr gut abgepasst werden. Das Zeitfenster zwischen Ernte- und Reifezeitpunkt beträgt nur wenige Tage und ist damit ausgesprochen eng.

Handelsform der Stachelannone

Eine typische Handelsform der Stachelannone ist die als Tiefkühlfruchtfleisch. Das Produkt ist inzwischen auch in Europa in dieser Form erhältlich. Außerdem bieten nordamerikanische und brasilianische Metropolen Mischsäfte bestehend

  • aus Zitronen,
  • Bananen,
  • Orangen,
  • Ananas
  • und Stachelannone

auf ihren Märkten an. Die Brasilianer verarbeiten die Stachelannone zu Speiseeis und sie stellen Puddings und Marmeladen aus der Frucht her. Wird die Graviola unreif angeboten, kochen, backen und frittieren Brasilianer sie wie Gemüse.

Einheimische setzen Fruchtfleisch, Blätter, Rinde, Samen und Wurzeln der Stachelannone seit langem als natürliches Medikament ein. Sie nutzen es gegen Bakterien- und Pilzinfektionen. Ebenso verwenden sie es zur Beseitigung von Würmern und anderen inneren Parasiten. Überlieferungen zufolge nutzen die Ureinwohner Brasiliens die frische Frucht, um hohen Blutdruck zu verringern. Die Graviola birgt ein einzigartiges Aroma. Das Fruchtfleisch kombiniert eine gewisse Süße mit einer etwas säuerlichen Geschmacksrichtung, die nachhaltige Würze erinnert an den durchdringenden Geschmack von Honig.

Inhaltsstoffe der Stachelannone

In den Blättern der Stachelannone lassen sich zahlreiche pflanzliche Inhaltsstoffe nachweisen. Die sogenannten Phytochemikalien, die in den Graviola-Blättern enthalten sind, heißen unter anderen:

  • Annocatalin,
  • Annohexocin,
  • Annomontacin,
  • Annomonicin,
  • AnnomuricinA bisE,
  • Annomutacin,
  • Annopentocin,
  • cis-Corossolone,
  • Cohibin,
  • Corepoxylone,
  • Coronin,
  • Corossolin,
  • Donhexocin,
  • Epomuricenin A und B,
  • Gigantetrocin,
  • Gigantetronenin,
  • Isoannonacin,
  • Javoricin,
  • Montanacin,
  • Montecristin,
  • Muricatalicin,
  • Muricoreacin,
  • Murihexocin 3,
  • Murihexol,
  • Rrobustocin,
  • Rolliniastatin1 und 2,
  • Sabadelin,
  • Solamin,
  • Uvariamicin I und IV,
  • Xylomaticin.

Des Weiteren enthält eine Stachelannone reichlich Vitamine, insbesondere viel Vitamin B1, B2 und C. Die als Annonaceius-Acetogenine bezeichneten Wirkstoffe haben eine entzündungshemmende Wirkung. Sie haben zudem einen antimikrobiellen Effekt. Die Acetogenine fungieren als Antiparasitenmittel und wurden früher als Pestizide genutzt. Sie dienten zur Vernichtung von Einzellern und fanden Verwendung als Naturmittel bei Wurmbefall. Das Vermögen zur Entzündungshemmung sowie die insektizide Wirkung sind ausschließlich in dieser Form in der Pflanzenfamilie der Annonaceae anzutreffen.

Chemische Betrachtung von Inhaltsstoffen der Stachelannone

Aus chemischer Sicht werden die Inhaltsstoffe als Derivate bezeichnet. Sie stammen von langkettigen Fettsäuren ab. Ihre Beschaffung ist der Grundsubstanz ähnlich, die Struktur ist jedoch von der Stammverbindung abgeleitet und unterscheidet sich daher von ihr. Bei biologischer Betrachtung zeigen die Naturstoffe heftige Bioaktivitäten:

  • Sie bauen Adenosintriphosphat (ATP) ab. Bei ATP handelt es sich um den universellen, unmittelbar verfügbaren Energieträger in Zellen. ATP ist ein ausschlaggebender Regulator für energieliefernde Prozesse im Stoffwechsel.
  • Die Inhaltsstoffe der Stachelannonenblätter hemmen das Anlagern von Elektronen auf Sauerstoff (Oxidase).
  • Das Coenzym NAD, welches ein negatives Wasserstoffteilchen (Hydridion) überträgt, wirkt auf viele Redoxreaktionen des Stoffwechsels von Zellen ein.

Umgangssprachlich ausgedrückt verändern die Inhaltsstoffe der Stachelannone einzelne Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper und greifen dadurch in körpereigene Prozesse ein. Die Zellbildung wird beeinflusst und die Enzymaktivitäten verändert. Die auffälligen Auswirkungen auf Zellstrukturen und Stoffwechsel der Stachelannone sind der Grund für Forschungen an der Pflanze zur Heilung von Krebs.

Wirkungen der Stachelannone

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Wirkungen der Stachelannone bei Krebs

Durch ihre gewerbliche Kultivierung ist die Graviola (Stachelannone) in den nördlichen Industrienationen in den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Forschung gerückt. Studien und Experimente konzentrieren sich vorrangig auf die tumorhemmende Eigenschaft, die die Stachelannone offenbar besitzt. Das ist eine der auffälligsten Auswirkungen, die die Inhaltsstoffe der Stachelannone auf das Zellwachstum haben.

Wissenschaftliche Untersuchungen

Schon im Jahr 1976 fand das National Cancer Institute USA heraus, dass Stachelannone (Graviola) Krebszellen beeinflussen kann. Eine nähere Betrachtung oder gar wissenschaftlich fundierte Untersuchungen gab es damals noch nicht. Erst im Jahre 1997 eröffnete die US-Universität Purdue der Medizinfachwelt, dass der Kampf von Graviola gegen Krebszellen effektiv sei. Besonders effektiv scheint die Stachelannone, wenn es um Tumorzellen geht, die resistent gegen Anti-Tumormedikamente sind und sich daher aggressiv verbreiten. Die Reagenzglasforschungen geben Anlass zur Hoffnung, dass die Stachelannone bei neuen Tumoren, die sich im Anschluss an eine Chemotherapie häufig als medikamentenresistent erweisen, helfen kann. Graviola-Medikamente könnten langfristig im Anschluss an eine teilerfolgreiche Chemotherapie eingesetzt werden, um die langlebigen Tumorzellen zu bekämpfen, die mit herkömmlichen Medikamenten nicht zerstört werden können. Die Forscher arbeiten daran die einzelnen Wirkstoffe zu isolieren, um sie gezielt im Kampf gegen unkontrolliertes Zellwachstum einsetzen zu können.

Eine amerikanische Studie aus 2013 belegt, dass die Wirkstoffe der Stachelannone (Graviola) bei vielen Krebsarten helfen können. Bisher haben jedoch ausschließlich wissenschaftliche Studien in Labors stattgefunden. Eine Erprobung und Untersuchung am Menschen lässt auf sich warten. Möglicherweise ist die Effizienz der Naturpflanze so durchschlagend, dass die Pharmaindustrie an der konkreten Anwendung kein Interesse zeigt, denn die Pharmaindustrie verdient an kranken Patienten und nicht an gesunden Menschen. Diese Schlussfolgerung liegt zumindest nahe, wenn man sich mit den Studien und Untersuchungsergebnissen genauer beschäftigt

Ein Bericht aus 2013 verdeutlicht, dass der Effekt von Stachelannone (Graviola) bei Krebserkrankungen nachgewiesen ist, die Forschung zur Entwicklung entsprechender Arzneimittel jedoch stagniert. Es bleibt abzuwarten, wann und in welcher Intensität die Forschung weiter vorangetrieben wird. Die Ansätze sind da, die Perspektiven aussichtsreich. Leider hinkt die Praxis den hoffnungsvollen Erwartungen betroffener Krebspatienten hinterher.

Hinweis: Patienten, die sich bereits einer Krebsbehandlung unterziehen, sollten vor dem Gebrauch von Graviola-Präparaten ihren Arzt konsultieren.

Wirkung der Stachelannone bei Schmerzen wie Arthritis und Rheuma

Während zu Wirksamkeit der Stachelannone gegen Krebs klinische Studien vorliegen, die zumindest berechtigten Anlass zur Hoffnung geben, so sind Verbraucher hinsichtlich der Wirkung der Stachelannone (Graviola) gegen arthritische oder rheumatische Schmerzen auf Erfahrungsberichte anderer Betroffener angewiesen.

Wie bereits erwähnt stecken in der Pflanze Polyphenole und Antioxidantien. In den Blättern der Stachelannone (Graviola) befinden sich Acetogenine. Das sind die Wirkstoffe, die in Medikamenten gegen Krebs zum Einsatz kommen. Ihre Wirkung liegt darin,

  • dass sie die Zellen widerstandsfähiger gegen die Überwucherung von Krebszellen machen.
  • Sogar das Zerstören von Tumorzellen wird ihnen zugeschrieben.
  • Eine weitere wichtige Wirkung besteht darin, dass sie Entzündungen hemmen.

Ähnlich mag sich die Wirkung der Stachelannone bei Schmerzen entfalten, die sich aufgrund von Arthritis oder Rheuma etablieren. Arthrose ist eine Gelenkkrankheit, die sich durch Schäden an den knorpeligen Bestandteilen und anderen Gelenkstücken auszeichnet. In der Folge kommt es zu Entzündungen. Da die Inhaltsstoffe der Stachelannone Zellen widerstandsfähiger machen, kann es durchaus sein, dass bei der Einnahme eines Präparates die Zellstrukturen so verstärkt werden, dass sie kritischen und rheumatischen Beschwerdebildern besser standhalten können. So könnten die Inhaltsstoffe der Graviola Schmerzen eindämmen, die aufgrund von Gelenkentzündungen entstehen, wenn man den Aussagen Betroffener Glauben schenkt.

Betroffene sollten vor Einnahme eines Stachelannone-Präparates Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten. Nur wenn dieser Wechselwirkungen mit klassischen Rheuma- bzw. Arthritismedikamenten ausschließt, sollte die Einnahme erfolgen.

Wirkung der Graviola zur Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Stachelannone wird als kraftvolles, natürliches Nahrungsergänzungsmittel von vielen Verbrauchern geschätzt. Die biologisch aktiven Phytonährstoffe erreichen die menschlichen Zellen und Systeme auf natürlichem Wege und entfalten ihre schützende Wirkung. So zumindest beschreiben es Untersuchungen, die im Rahmen von Krebsforschungen stattgefunden haben. Es ist belegt, dass die Inhaltsstoffe der Graviola die Zellen stärken. Das gilt auch für die Zellen der Blutgefäße. Insofern lässt sich erklären, warum die Einnahme von Graviola-Präparaten zu einer stabilen Durchblutung führen und vor arteriellen Verstopfungen schützen kann.

Gesunde Zellen sorgen für einen stabilen Blutkreislauf und verhindern, dass Ablagerungen an den Zelloberflächen der Adern hängen bleiben. Die Blutbahn bleibt frei und der Blutfluss kann ungehindert strömen. Wenn der Blutkreislauf stimmt, mindert sich das Risiko, an Herz-Kreislauf-Beschwerden zu erkranken. Allerdings sollten Menschen, die sich einer Thrombosegefahr ausgesetzt fühlen oder Schwierigkeiten mit den koronaren Herzkranzgefäßen haben bzw. unter anderen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems leiden, immer mit ihrem Arzt oder Therapeuten Rücksprache halten, bevor sie andere Präparate wie z. B. Graviola-Kapseln zur Selbstmedikation anwenden. Zu groß ist das Risiko, dass sie sich aus Unkenntnis vor Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglicherweise schaden.

Wirkung der Stachelannone bei Depressionen

Die Stachelannone wird von Naturvölkern und auch in der westlichen Welt zur Behandlung von leichten Depressionen in der Selbstmedikation angewendet. Präparate, die ein Extrakt der Stachelannone (Graviola) beinhalten, werden ein bis zweimal am Tag oral eingenommen. Abgeleitet aus der Tatsache, dass die Inhaltsstoffe der Stachelannone zellstärkend wirken, mag es sein, dass sich Anwender insgesamt gekräftigt und gesünder fühlen, wenn sie Präparate mit Stachelannone (Graviola) zu sich nehmen.

Betroffene berichten, dass ihr subjektiver Eindruck bezüglich ihres eigenen Energielevels positiv beeinflusst wird, wenn sie Präparate mit Stachelannone zu sich nehmen. Sie fühlen sich mental und körperlich stärker und damit lebenstüchtiger – ohne Frage ein wirksamer Schutzschild gegen Depressionen.

Selbst wenn diese subjektiven Eindrücke keinesfalls zu verallgemeinern sind, so zeigen sie doch, dass die ungewöhnliche Pflanze subjektiv betrachtet eine durchaus positive Wirkung bei depressiven Verstimmungen herbeiführt. Sei es nun als Placeboeffekt oder aufgrund unerklärlicher Vorgänge im Immunsystem bzw. im körpereigenen Stoffwechsel. Dennoch sollte niemand Präparate mit Stachelannone (Graviola) unüberlegt anwenden oder gar voreilig zu hohe Dosierungen einnehmen. Empfehlenswert ist in jedem Fall die Absprache mit dem behandelnden Arzt, um eventuelle Wechselwirkungen oder Kontraindikationen zu besprechen.

Wirkung der Stachelannone bei Hauterkrankungen

Die entzündungshemmenden Wirkstoffe in der Stachelannone (Graviola) lassen Verbraucher das Naturprodukt gegen Hauterkrankungen wie

  • Schuppenflechte,
  • Akne,
  • Ausschlag und
  • gegen Parasiten

verwenden. Der Stachelannone werden zellstärkende Eigenschaften zugesprochen, ein weiterer Grund, warum Menschen, die unter genannten Hauterkrankungen leiden, Präparate mit Graviola anwenden. Auch in diesem Bereich gilt, dass es keine wissenschaftlich gesicherten Untersuchungen gibt, die die Wirksamkeit der Stachelannone bei Hauterkrankungen bestätigen. Die Praxis allerdings zeigt, dass viele Betroffene von der Wirkung überzeugt sind.

Stachelannonen-Tee und Sud bei Hautbeschwerden

Idealerweise greifen Betroffene auf die Blätter der Stachelannone zurück. Diese sollten bei ihrer Behandlung lediglich luftgetrocknet sein und keinerlei chemische Rückstände aufweisen. Die getrockneten Graviolablätter werden in grobe Stücke gehackt und zu einem Sud zubereitet. Die traditionelle Anwendung des Aufgusses mit heißem Wasser erfolgt äußerlich. Der Aufguss sollte aus 3-6 TL Graviolablättern hergestellt werden. Nach dem Aufgießen soll der Tee etwa 10 Minuten ziehen. Ein Wickel mit dem Stachelannonensud wird mit dem auf Zimmertemperatur abgekühlten Gemisch befeuchtet und auf die betroffenen Hautpartien aufgelegt. Alternativ eignet sich das Auflegen der reinen aufgeweichten Blätter, die aus dem Teesud mit dem Sieb herausgefiltert werden. Sie werden auf die betroffene Hautpartie aufgebracht und anschließend mit einem feucht-warmen Wickel umschlossen.

Stachelannone bei Kindern mit Hautkrankheiten

Bei Kleinkindern empfiehlt sich ein Bad mit Stachelannonenektrakt, das im Verhältnis 1 : 1 angesetzt wird. Die Kinder können 10 bis 15 Minuten im warmen Wasser verbringen, werden anschließend abgetrocknet und ins Bett gelegt. Der Juckreiz sollte nach einer Anwendung bereits nachlassen. Ist die Haut von Parasiten betroffen, empfiehlt sich ebenfalls die Anwendung der eingeweichten Blätter auf die betroffene Hautstelle. Die Blätter werden mit einem weichen Tuch fixiert und dieser Verband für mindestens 30 Minuten beibehalten.

Viele Anwender berichten davon, dass Entzündungen und Hautirritationen wie Akne und sogar Schuppenflechte durch das Auflegen von getränkten Mullbinden oder von eingeweichten Teeblättern signifikant zurückgehen, der Juckreiz nachlässt und die Entzündungen schneller abheilen.  Nebenwirkungen der Stachelannone sind bei keiner der äußerlichen Anwendungen bekannt.

Wirkung der Stachelannone bei Fieber und Krämpfen

Stachelannone (Graviola) soll gegen Fieber und bei Krämpfen helfen. Zur Anwendung kommen in der Regel getrocknete Blätter, die mit heißem Wasser aufgegossen werden. Die Flüssigkeit soll schluckweise getrunken werden, wobei nicht mehr als ein bis zwei Tassen am Tag empfehlenswert sind. Die Bewohner der niederländischen Antillen legen sich gar frische Graviolablätter unter das Kopfkissen, um einen erholsamen Schlaf zu gewährleisten. Sie sind davon überzeugt, dass ein angenehmer und gesunder Schlaf dafür sorgt, dass Fieberschübe und Grippeanfälle schnell verschwinden. Ganz Unrecht haben sie damit nicht, doch ob die frischen Blätter der Stachelannone unter dem Kopfkissen tatsächlich für erholsamen Schlaf sorgen, ist unerforscht. Schädlich ist es jedoch nicht.

Fakt ist, dass auch afrikanische Ureinwohner die Stachelannone als Grundlage für Heilmittel gegen Fieber und Krämpfe benutzen. Ihre Anwendung allerdings ist komplett anders. Sie baden in einer Art Brühe und waschen den Körper mit dem Sud aus Stachelannone (Graviola) ab. Denkbar wäre, dass die Kühlung, die im Zuge einer Ganzkörperwaschung stattfindet in Verbindung mit der verbesserten Durchblutung dafür sorgen, dass Krankheitserreger schneller aus dem Organismus abtransportiert werden. Die Krampflösung wird durch ein Bad in warmem Wasser ohnehin begünstigt – ob mit oder ohne pflanzliche Zusätze. Wissenschaftlich nachweisbar ist die Wirkung nicht. Dennoch, auch in unseren Breiten verwenden Verbraucher Präparate aus der Stachelannone zur Bekämpfung von Fieber oder krampfartigen Schmerzen. Entweder kommen Kapseln mit pulverisierter Graviola zum Einsatz oder Betroffene trinken einen Tee aus den Blättern der Graviola.

Verwendungen der Stachelannone

Da die Stachelannone eine lange naturmedizinische Geschichte aufweist, haben die Einheimischen Aufzeichnungen über die Verwendung angefertigt. Sie schätzen das Gewächs als Naturheilmittel über alle Maßen. Auch wenn eine klinische Bestätigung für die folgenden Ausführungen nicht vorliegt – die Gründe dafür liegen im Dunkeln - dürfen sich Betroffene doch daran orientieren, dass Naturvölker der Stachelannone (Graviola) seit vielen Jahrhunderten nutzbringende Eigenschaften und Wirkungen zusprechen.

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In Peru nutzen die Bewohner der Anden bis heute Teeaufgüsse aus Blättern der Stachelannone gegen Magenkrämpfe. Die Samen werden zerstampft und als breiige Masse gegen Parasiten im Darm und auf der Haut verwendet. Weiter unten am Amazonas bevorzugen die Einheimischen die Wurzeln und die Rinde des Gewächses. Die Pflanzenteile kommen gegen Krämpfe ebenfalls in Form von Tee zum Einsatz.

Die Brasilianer schwören genauso wie die Peruaner  und Amazonasbewohner auf einen Teeaufguss. Sie stellen ihn allerdings aus den Graviola-Blättern her. Der Stachelannone-Tee wird in Brasilien vorwiegend als Hausmittel zur Behandlung von Leberproblemen benutzt. Auf Jamaika und Haiti hingegen sind die Anwendungsgebiete der Blätter weiter ausgedehnt. Hier wenden Fachkundige sie

  • bei Fieber,
  • Parasitenbefall,
  • Magen-Darm-Beschwerden,
  • Grippe,
  • Erkältungssymptomen,
  • Asthma und
  • Bluthochdruck

an.

In der westlichen Welt kommt ein Tee aus Stachelannone bei Schlaflosigkeit und Nierenleiden zum Einsatz. Für einen Tee werden fünf getrocknete Blätter mit 500 ml kochendem Wasser aufgegossen und mindestens fünf Minuten ziehen gelassen. Das Aufgussgetränk kann heiß und kalt verzehrt werden.

Bei der Aufnahme der Blattwirkstoffe der Graviola kann es zu völliger Entspannung und Beruhigung kommen. Manche Betroffene berichten gar von einer sedierenden Wirkung, teilweise von Benommenheit. Patienten mit leichten Depressionen finden in diesem Nebeneffekt mitunter eine heilsame Wirksamkeit. Diese Einschätzung ist jedoch klinisch nicht belegt, sondern fußt ausschließlich auf Erfahrungsberichten ohne jegliche Nachprüfbarkeit.

Stachelannone Tee während der Schwangerschaft

Da der Tee aus Stachelannone-Blättern laut vereinzelter Erfahrungsberichte von Anwendern Stressgefühle und Herzklopfen verursachen kann, sollten werdende Mütter ihn nicht trinken. Manche Frauen berichten bei der Einnahme während der Schwangerschaft von Übelkeit und Erbrechen. Es ist deshalb denkbar, dass die Wirkstoffe der Stachelannone ungeborenes Leben beeinflussen oder zumindest das Wohlbefinden der schwangeren Frauen beeinträchtigen. Für Schwangere ist der Verzehr daher nicht zu empfehlen.

Eine Einnahme als Teeaufguss ist für die meisten Verbraucher allerdings in der Regel quasi nebenwirkungsfrei, sodass ein Ausprobieren zumindest keine Nachteile bringt. Lediglich ein zu hoher Konsum des Tees könnte unter Umständen auch bei nicht schwangeren Personen zu Übelkeit oder Brechreiz führen.

Verwendung als Nahrungsmittel bzw. Lebensmittel

Der Verzehr des Fruchtfleisches der Stachelannone gilt als nahrhafter, kalorienarmer Snack. Er ist unbedenklich. Das Fruchtfleisch der Stachelannone weist Verdauungssafteffekte auf, es regt die Verdauung an und kann bei Darmträgheit nützlich sein. Aus dem Fruchtfleisch gewonnener Saft fördert außerdem den Harntrieb. Heilkundige raten deshalb dazu, Graviola-Saft nicht nach 18 Uhr zu trinken, um eine geruhsame Nacht zu gewährleisten. Der Vorteil von Stachelannonen-Saft ist, dass er die Darmflora verbessert. Der Saft wirkt lindernd bei einer Übersäuerung des Magens, hilft gegen Sodbrennen und Bauchgrimmen.

Der Handel bietet fertige Säfte an, meist ist Graviola jedoch nicht pur, sondern in der Mischung mit anderen Fruchtsäften erhältlich. Da die Haltbarkeit von Mischsäften und reinen Säften begrenzt ist, empfiehlt sich unter Umständen das Einfrieren. So wird ein Verderben ausgeschlossen. Eine Dosierungsempfehlung ist der jeweiligen Verpackungseinheit zu entnehmen. Bewährt haben sich zwischen 50 bis 100 ml des Saftes pro Tag, bei Mischsäften bis zu 250 ml. Die Einnahme erfolgt im Idealfall pur und morgens vor dem Frühstück. Wer einen sensiblen Magen hat, nimmt den Saft zwischen zwei Mahlzeiten ein.

Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel

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Stachelannone gibt es als Nahrungsergänzungsmittel und in Tablettenform oder als Kapsel. In diesen Darreichungsformen werden Blattextrakte verarbeitet. Die Stachelannone-Tabletten und Kapseln verbessern das allgemeine Wohlbefinden, denn sie unterstützen den Stoffwechsel und sorgen für Zell- und Gewebeschutz. Die reguläre Dosis ist die Einnahme einer Tablette täglich mit reichlich Wasser. Die abführende, krampflösende und stoffwechselfördernde Eigenschaft der Stachelannone führt dazu, dass es Tabletten gibt, die im Rahmen einer Diät die Verringerung des Körpergewichts fördern sollen. Allerdings sind Graviola-Produkte nicht als Diätmittel zu verstehen. In Zusammenhang mit einer bewussten Ernährung und einem aktiven Alltag jedoch sind sie ein geeigneter Partner im Kampf gegen Übergewicht.

Verwendung der Blätter und Rinde

Der Stachelannone wird nachgesagt, dass sie von den Naturvölkern und Heilkundigen in weiteren Anwendungsbereichen eingesetzt werden. Dabei wird in die einzelnen Bestandteile der Pflanze unterschieden. Früchte sind

  • bei Magen-Darm-Beschwerden wie Magenkrämpfe
  • sowie Darm- und Hautparasiten ausgezeichnet,

Blätter und Rinde

Sogar die Samen der Stachelannone (Graviola) werden genutzt. Sie kommen gegen Kopfläuse, Blähungen und als Brechmittel zum Einsatz.

Allen Naturvölkern gemein ist, dass sie der Stachelannone gute Wirksamkeit zum Aufbau der Darmflora zuschreiben. Übereinstimmung herrscht außerdem bei der Verwendung von allgemein als „entzündliche Prozesse“ eingestuften Beschwerden im Mund- und Rachenraum sowie im Magen-Darmtrakt. Hinsichtlich der Wirksamkeit bei Grippe, Bluthochdruck sowie Leber- und Nierenleiden scheiden sich die Geister. Derzeit belegen keine klinischen Studien die tatsächliche Wirksamkeit in den genannten Bereichen. Ein Teil der althergebrachten Anwendungsbereiche ist in die Neuzeit übergeschwappt.

Hinweis:
stachelannone.info

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